Weihbischof Würtz beauftragt elf Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten

Achern / Freiburg. In einem feierlichen Gottesdienst hat Weihbischof Dr. Dr. Christian Würtz am Samstag (20.07.) in der Jugendkirche in Achern-Fautenbach fünf Frauen und sechs Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten beauftragt. Zu den Beauftragten gehören Ansgar Biller (Dekanat Freiburg), Gabriel Breite (Heimschule Lender, Sasbach), Marius Krettenauer (Dekanat Rastatt), Katja Reinhard (Dekanat Bruchsal), Paulina Scheffzek (Dekanat Mannheim), Lisa Schillinger (Dekanat Acher-Renchtal), Sebastian Swiatkowski (Dekanat Karlsruhe), Dr. Benjamin Vogel (Dekanat Endingen-Waldkirch), Markus Westermann (Dekanat Rastatt), Josephine Wößner (Dekanat Karlsruhe) und Simone Zimmermann (Dekanat Wiesental)

Würtz: „Wir müssen zu einer auf die Anliegen der Menschen hörenden Kirche werden“

Ins Zentrum seiner Predigt stellte der Freiburger Weihbischof die Frage Jesu an den blinden Bettler Bartimäus: „Was willst Du, dass ich dir tue?“, die sich die Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten als Leitwort ausgesucht hatten. Dies sei, so Weihbischof Würtz, keine überflüssige Frage, denn sie zeige vor allem die Haltung Jesu: „Er begegnet den Menschen auf derselben Ebene, er lässt sich auf ein Gespräch mit ihnen ein, er tritt ihnen mit Respekt und Feinfühligkeit gegenüber. Er eröffnet seinem Gesprächspartner die Möglichkeit, sich zu entfalten, seine Wünsche zu äußern.“
Quelle:  Erzdiözese Freiburg
Mit dem Motto „Was willst du, dass ich dir tue?“, das die Pastoralreferentinnen und –referenten für den Gottesdienst und ihr künftiges pastorales Wirken gewählt haben, weisen sie nach den Worten des Weihbischofs auf eine wichtige Haltung Jesu hin, die für alle in der Pastoral Tätigen wichtig sei und zur Nachahmung einlade und auffordere: „Wir müssen den Menschen, denen wir begegnen, nicht mit vorgefertigten Ansichten und Programmen gegenübertreten, sondern wir müssen vielmehr schauen, was unser Gegenüber wirklich braucht, was ihm in seiner konkreten Situation tatsächlich hilft.“ Er konkretisierte: „Wir müssen sie fragen, und dann die Antwort abwarten, bevor wir sie mit Programmen und Angeboten überschütten, die ihnen gar nicht weiterhelfen. Wir müssen als Kirche insgesamt immer wieder neu zu einer hörenden Kirche werden, die offene Ohren und Augen hat für die Anliegen und Wünsche der Menschen.“ Das gelte in der tagtäglichen Arbeit wie in den großen Zukunftsfragen und im Prozess „Pastoral 2030“. Weihbischof Würtz wünschte den Neu-Beauftragten, dass sie sich immer wieder von Jesus inspirieren lassen und dass sie vielen Menschen ein guter und verlässlicher Wegbegleiter sein können: „Sie werden dann zwar nicht Blinde sehend machen, aber doch viele Wunder wirken können.“
 

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten: Theologie und Seelsorge

Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten sind hauptamtlich Mitarbeitende, die in allen Bereichen der Seelsorge eingesetzt werden. Sie haben ein Theologiestudium und eine drei-jährige Berufseinführung absolviert und arbeiten zum Beispiel im Seelsorgeteam einer Seelsorgeeinheit oder in Sonderfunktionen. Sie bringen christliche Werte in sozialen, kulturellen, ethischen und wissenschaftlichen Kontexten ein. Seit 1976 hat dieser Beruf in der Erzdiözese Freiburg einen unverzichtbaren und bewährten Platz im Miteinander der verschiedenen pastoralen Dienste. Derzeit sind 283 Frauen und Männer als Pastoralreferentinnen und Pastoralre-ferenten sowie Pastoralassistentinnen und Pastoralassistenten (Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten in der Ausbildung) in der Erzdiözese tätig.
 
(Text und Bild: Erzdiözese Freiburg)
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